Thema

„EIN MENSCH ZU SEIN, DAS INTERESSIERT MICH.“

A.Camus

Es ist die erste Gegebenheit unseres Lebens und doch so wenig selbstverständlich: Mensch zu sein.

Die Frage nach dem Menschsein wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu formuliert. Nicht von ungefähr sind daraus ganze Wissenschaftsrichtungen entstanden. Aber gerade da sie jeden persönlich betrifft, kann sie nicht delegiert werden. Es liegt es an jedem Einzelnen, ihr nachzugehen. Das Zitat von Camus, Titel des Rhein-Meetings 2017, will diese Intention unterstreichen: „Ein Mensch zu sein, das interessiert mich“.

Mensch sein, Mensch bleiben, Mensch werden – das sind Fragen, mit denen wir in unterschiedlichsten Situationen tagtäglich konfrontiert sind. Die Anlässe können vielfältig sein. Es mögen die wiederkehrenden, vermeintlich sinnlosen Arbeitsroutinen und Pflichten sein, wie sie uns in Familie und Beruf begegnen. Situationen von Freude oder Leid, die wir persönlich erfahren oder die uns die Medien von weither in unsere Welt bringen. Es mögen himmelschreiende Ungerechtigkeiten oder Zeugnisse menschlichen Großmuts sein; Beziehungen, die erfüllen und Begegnungen, die vor den Kopf stoßen.

Die Bilder der Fotografin Barbara Klemm zeigen solche Situationen: Momente des Wartens, der scheinbaren Ereignislosigkeit, die sich im Bild eingefangen zu einer Frage verdichten; Blicke, die den Betrachter einladen, sich auf einen Dialog einzulassen. Beim diesjährigen Rhein-Meeting wird eine Auswahl ihrer Fotografien zu sehen sein.

In Vorträgen und Podiumsgesprächen kommen Vertreter der drei großen Weltreligionen und der Naturwissenschaften zu Wort. Reflektiert wird darüber hinaus die Rolle des Einzelnen innerhalb von Gesellschaft und Arbeitswelt, auch ausgehend von der persönlichen Erfahrung in der Begegnung mit Krankheit, Alter und Zerbrechlichkeit.

Am Samstagabend wird das Konzert eines syrischen Streichquintetts zu hören sein.